Konzept “Virtuelle Konzerte” überarbeitet

Konzeptidee SL: 

Konzerthalle

 Mein Ausstellungskonzept ist eher eine Vorführung musikalischer Akte auf einer Bühne. Rund um das Jahr finden weltweit unzählige Konzerte verschiedenster Musikgruppen und –künstler statt. Nur allzu selten verlässt man seinen Lebensmittelpunkt, um sich ein Konzert außerhalb des Landes oder sogar auf einem anderen Kontinent anzuschauen. Der logistische und finanzielle Aufwand stünde dann irgendwie doch nicht mehr im Verhältnis zur Sympathie, die man dem oder der Künstler/in entgegenbringt. Wenn man sich einmal überlegt, wie viele Konzerte man eigentlich besuchen wollte und es leider nicht geschafft hat oder an all die Künstler denkt, die jenseits des großen Teiches ihrer Kunst nachgehen, kann einem schon einmal traurig werden. Ist man ein musikalisch interessierter Mensch mag man ähnlich wie Karl Kraus denken, der bezogen auf die Literatur seine Zeitsorgen im viel zitierten Spruch „Woher nehme ich nur die Zeit, so viele Bücher nicht zu lesen?“ ausdrückt. Woher nimmt man nur die Zeit, all die tollen Konzerte dieser Erde zu verpassen?Zwar gibt es unter anderem auf YouTube und Konsorten Konzertmitschnitte, Liveübertragungen im Fernsehen oder käuflich zu erwerbende DVDs, aber wahrhaftig vor Ort zu sein, die Atmosphäre wahrzunehmen, die Bässe im Magen zu spüren und mit einem Dreitagetinitus die Konzerthalle zu verlassen, ist nicht zu ersetzen. Und dennoch oder gerade deswegen sieht meine Konzeptidee so aus:Man bräuchte eine große Halle, in der die Avatare genug Platz hätten. 400 Avatare könnte man an einem Ort unterbringen, so Second Life.Nun gibt es im RL ja einen richtigen Tourplan aller Bands und Künstler, die global auftreten. Dieser wird eins zu eins ins SL übernommen. Wenn z.B. im Februar Papa Roach in Australien auftreten, könnte man sie sich in SL genau auch zu dieser Zeit über den Bildschirm als Avatar angucken und so das Konzert verfolgen. Die Musik könnte man direkt einspeisen, da das RL-Konzert über das Internet übertragen wird. Diese Musik würde außerdem noch als kostengünstiger Download verfügbar sein. Hat man sich so erstmal ein wenig durch die Cyberkonzerte teleportiert, werden einem verschiedene andere Künstler über eine Nachricht an den Avatar vorgestellt, die unseren Geschmack treffen könnten. Der Algorithmus dahinter wäre dann so etwas wie bei Amazon, bei dem uns auch Bücher offeriert werden, die uns gefallen könnten.Doch neben der Musik ist auch ein Link zur Homepage des Künstlers eingerichtet.Als weiteres Schmankerl würden sich bei Eintritt in die Arena einige weitere Tools der Fortbewegung freischalten. So könnte man innerhalb der Arena zum Beispiel neben dem Fliegen auch „stagediven“ und „headbangen“.

Eine Reaktion zu “Konzept “Virtuelle Konzerte” überarbeitet”

  1. Sniggl

    Den Text hast Du doch bereits hochgeladen?? Was hast Du daran “überarbeitet”? Ok der Satz “400 Avatare könnte man an einem Ort unterbringen, so Second Life.” ist neu..
    Das Konzept klingt nicht sehr überzeugend, reflektiert oder innovativ und ich würde prognostizieren, dass “virtuelle Konzerte” wie Du sie beschreibst überwiegend unbesucht bleiben.

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