Und noch ein Ausstellungskonzept zu virtuellen Welten ;)

 Anne Kühn

Und noch ein Ausstellungskonzept zu virtuellen Welten ;)

Wenn man den Ausstellungsraum, welcher über verschiedenste virtuelle Welten informieren soll, betreten möchte, so muss man sich zunächst einmal in eine Art Hockstellung begeben. Denn der Eingang wird durch eine Röhre markiert, durch welche der Besucher etwa fünf Minuten lang auf allen Vieren hindurchkriechen muss. Die gesamte Röhre fungiert dabei als Leinwand, wobei Sequenzen verschiedener virtuellen Welten gezeigt werden. Der Besucher sieht sich demzufolge auf engstem Raum mit mehreren Scheinwelten konfrontiert, wobei sich auch die Tonspuren überlagern. Es soll ganz offensichtlich der Eindruck der Konfusion und des Bedrängtwerdens entstehen.

Nach diesem höchst erlebnisorientierten Einstieg in die faszinierende und teilweise desillusionierende Welt virtueller Plattformen findet sich der Besucher in einem Raum wieder, in welchem vor einer jeweils typischen Kulisse lebensgroße Avatare im Style der jeweiligen Welt zur Befragung bereitstehen. Der zu Informierende kann diese Computer nach Details wie Entstehungsgeschichte oder Nutzerzahlen seiner Welt befragen. Eine lebensgroße Barbiepuppe würde demzufolge auch Auskunft zu den neuesten und in Bezug auf Barbieworld wichtigsten zu erwerbenden Gütern, zum Beispiel dem im Referat angesprochenen USB-Stick mit Extramode, geben. Eventuell sollten diese Avatare sogar absichtlich Werbeslogans in ihre Antworten einbauen, um auch hier auf den kommerziellen Charakter virtueller Plattformen anzuspielen. Jene vier Wände fungieren jedoch nur als Durchgangraum.

Der letzte und größte Raum stellt gemäß Sniggls grandiosem Vorschlag ein Skurilitätenkabinett dar, in der beispielsweise Barbiepuppen mit World of Warcraft-Waffen gegeneinander kämpfen oder Secondlifeavatare vor Wald- und Wiesenkulisse gemäß World of Warcraft zu elektronischer Musik tanzen.

Selbstverständlich hat der Besucher hier die Möglichkeit sich selbst einzubringen, selbst zu Waffen zu greifen oder ebenfalls zu tanzen. Unbedingt sollte der Eindruck der Interaktivität vermittelt werden. Das stellt das Ziel der Performances in der letzten Räumlichkeit dar.

7 Reaktionen zu “Und noch ein Ausstellungskonzept zu virtuellen Welten ;)”

  1. Annelie

    Hier ist nun also die durch mich zugegebenermaßen schon vor einigen Tagen angekündigt Version eines weiteren Ausstellungskonzeptes über virtuelle Welten. Sicherlich ist noch nicht alles bis in jedes kleinste Detail durchdacht, aber die Ansätze geben doch sicherlich etwas her. Ich bin gespannt auf eure Anregungen und Kommentare :)

  2. Sniggl

    Ja, witziges Konzept und es scheint umsetzbar zu sein! Nachdem ich bemerkte, dass ein großangelegtes Modellierungsprojekts in SL zu viel des Guten, also im Rahmen dieses Seminars zu aufwendig wäre, hatte ich anfangs die Idee, dass alle Teilnehmer einfach so viele Konzepte als möglich ersinnen…also nach dem Motto “jeden Tag eine virtuelle Welt” oder “Konzept des Tages”. Bei letzterem könnte man dann per Onlineabstimmung ein Konzept ermitteln, welches als Ideenpool für die Entwicklung weiterer Konzepte verstanden werden kann…und gewissermaßen käme das dem Thema virtuellen Welten auch sehr nahe, denn ob die Welt nun textbasiert oder über aufwendige 3D-Karten in der Vorstellungskraft des Betrachters erzeugt wird, spielt vielleicht letztendlich keine große Rolle… naja, wir machen das dann im nächsten (virtuellen) Leben ;-)

  3. Sniggl

    Und übrigens - das Konzept muss nicht bis ins kleinste Detail durchdacht sein, so bleiben dann auch mehr Gestaltungsspielräume bei der Umsetzung. Man könnte diese Projekt auch weiterfahren lassen und eine Art Konzeptschmiede für “virtuelle Welten” daraus machen. Dafür müsste dann die Rechtefrage für Konzepte geklärt werden, etc.,was sehr einfach über so Sachen wie Creative Commons zu lösen wäre..

  4. Siri

    Das gefällt mir auch gut. Witzige Vorstellung, Barbies mit Schwertern mit Kämpfer-Avataren auf rosa Ponies tanzen zu sehen…

  5. Jaques

    Vielleicht kannst du ja mit http://www.glamguns.com/ kooperieren :).

  6. Annelie

    Gute Idee, Jaques! Woher habt ihr nur immer wieder alle eure Linktipps?
    Ansonsten recht vielen Dank für die Blumen. Es freut mich, dass das Konzept anzukommen scheint. Ich wäre jedoch noch dankbarer, wenn ihr mir noch einige Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zukommen lassen würdet. Ich habe leider nicht das Gefühl, dass ich über das Geschriebene hinaus noch großartig weiterspinnen könnte… Besten Dank im Voraus ;)

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