Archiv der Kategorie ‘Zukunft‘

SL als virtuelles Kunstkollektiv und Testareal für artifizielles Leben

Dienstag, den 4. März 2008

Ein Artikel in Telepolis betrachtet Second Life nach dem Abflauen des Hypes und fragt, was denn vielleicht neben all den v. a. kommerziellen Erwartungen diverser Unternehmen Besonderes in dieser Welt zu finden ist.

Doch zurück zur Frage, welche Möglichkeiten Second Life bieten könnte. Natürlich gibt es welche. Viele sogar. Es muss sie nur jemand nutzen. […]
Zabel, selber Amateurrobotiker, Kunstfan und Second Life-Enthusiast, ist einer von denen, die andere Vorstellungen über die Verwendung virtueller Welten haben. Er träumt von einer nichtkommerziellen Nutzung als Plattform für Lehre und Ausbildung und als einem Ort, an dem Künstler - und zwar auch solche, die ganz reale Kunst herstellen - sich an überdimensionierten Installationen versuchen können oder an Ideen, die sich später in der Realität umsetzen lassen.

Der Artikel verweist auf unterschiedliche Künstler und experimentierfreudige Menschen, die sich u. a .auf “Caeleon Island” versammelt haben:

Caerleon Island versteht sich als Kunstkollektiv, als Museum, als Werkstatt, als Reißbrett, als Experimentiertisch und als virtuelle Universität.

Dabei geht es von Ausstellungen und spielerischen Installation über soziale Experimente bis hin zu Simulationen kleiner Universen, allesamt interessante alternative Nutzungsmöglichkeiten von SL, denn

Man kann mit Second Life auch noch etwas mehr anfangen, als sich eine virtuelle Puppenstube einrichten und seinen Barbie und Ken Clon einkleiden. Es lässt sich vielleicht doch noch etwas daraus machen…

Konzept “Virtuelle Konzerte” überarbeitet

Montag, den 11. Februar 2008

Konzeptidee SL: 

Konzerthalle

 Mein Ausstellungskonzept ist eher eine Vorführung musikalischer Akte auf einer Bühne. Rund um das Jahr finden weltweit unzählige Konzerte verschiedenster Musikgruppen und –künstler statt. Nur allzu selten verlässt man seinen Lebensmittelpunkt, um sich ein Konzert außerhalb des Landes oder sogar auf einem anderen Kontinent anzuschauen. Der logistische und finanzielle Aufwand stünde dann irgendwie doch nicht mehr im Verhältnis zur Sympathie, die man dem oder der Künstler/in entgegenbringt. Wenn man sich einmal überlegt, wie viele Konzerte man eigentlich besuchen wollte und es leider nicht geschafft hat oder an all die Künstler denkt, die jenseits des großen Teiches ihrer Kunst nachgehen, kann einem schon einmal traurig werden. Ist man ein musikalisch interessierter Mensch mag man ähnlich wie Karl Kraus denken, der bezogen auf die Literatur seine Zeitsorgen im viel zitierten Spruch „Woher nehme ich nur die Zeit, so viele Bücher nicht zu lesen?“ ausdrückt. Woher nimmt man nur die Zeit, all die tollen Konzerte dieser Erde zu verpassen?Zwar gibt es unter anderem auf YouTube und Konsorten Konzertmitschnitte, Liveübertragungen im Fernsehen oder käuflich zu erwerbende DVDs, aber wahrhaftig vor Ort zu sein, die Atmosphäre wahrzunehmen, die Bässe im Magen zu spüren und mit einem Dreitagetinitus die Konzerthalle zu verlassen, ist nicht zu ersetzen. Und dennoch oder gerade deswegen sieht meine Konzeptidee so aus:Man bräuchte eine große Halle, in der die Avatare genug Platz hätten. 400 Avatare könnte man an einem Ort unterbringen, so Second Life.Nun gibt es im RL ja einen richtigen Tourplan aller Bands und Künstler, die global auftreten. Dieser wird eins zu eins ins SL übernommen. Wenn z.B. im Februar Papa Roach in Australien auftreten, könnte man sie sich in SL genau auch zu dieser Zeit über den Bildschirm als Avatar angucken und so das Konzert verfolgen. Die Musik könnte man direkt einspeisen, da das RL-Konzert über das Internet übertragen wird. Diese Musik würde außerdem noch als kostengünstiger Download verfügbar sein. Hat man sich so erstmal ein wenig durch die Cyberkonzerte teleportiert, werden einem verschiedene andere Künstler über eine Nachricht an den Avatar vorgestellt, die unseren Geschmack treffen könnten. Der Algorithmus dahinter wäre dann so etwas wie bei Amazon, bei dem uns auch Bücher offeriert werden, die uns gefallen könnten.Doch neben der Musik ist auch ein Link zur Homepage des Künstlers eingerichtet.Als weiteres Schmankerl würden sich bei Eintritt in die Arena einige weitere Tools der Fortbewegung freischalten. So könnte man innerhalb der Arena zum Beispiel neben dem Fliegen auch „stagediven“ und „headbangen“.

Online Betriebssysteme

Freitag, den 25. Januar 2008

Hier zwei Links zu Online Betriebssystemen, die für mich sehr gut Möglichkeiten des zukünftigen Internets illustrieren. Technologisch ist so was zwar schon seit über zehn Jahren möglich, aber erst jetzt durch große Bandbreite realisierbar. Siehe auch bei Stichwort Rich Internet Application.

www.eyeos.org

www.oos.cc 


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