Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

SL als virtuelles Kunstkollektiv und Testareal für artifizielles Leben

Dienstag, den 4. März 2008

Ein Artikel in Telepolis betrachtet Second Life nach dem Abflauen des Hypes und fragt, was denn vielleicht neben all den v. a. kommerziellen Erwartungen diverser Unternehmen Besonderes in dieser Welt zu finden ist.

Doch zurück zur Frage, welche Möglichkeiten Second Life bieten könnte. Natürlich gibt es welche. Viele sogar. Es muss sie nur jemand nutzen. […]
Zabel, selber Amateurrobotiker, Kunstfan und Second Life-Enthusiast, ist einer von denen, die andere Vorstellungen über die Verwendung virtueller Welten haben. Er träumt von einer nichtkommerziellen Nutzung als Plattform für Lehre und Ausbildung und als einem Ort, an dem Künstler - und zwar auch solche, die ganz reale Kunst herstellen - sich an überdimensionierten Installationen versuchen können oder an Ideen, die sich später in der Realität umsetzen lassen.

Der Artikel verweist auf unterschiedliche Künstler und experimentierfreudige Menschen, die sich u. a .auf “Caeleon Island” versammelt haben:

Caerleon Island versteht sich als Kunstkollektiv, als Museum, als Werkstatt, als Reißbrett, als Experimentiertisch und als virtuelle Universität.

Dabei geht es von Ausstellungen und spielerischen Installation über soziale Experimente bis hin zu Simulationen kleiner Universen, allesamt interessante alternative Nutzungsmöglichkeiten von SL, denn

Man kann mit Second Life auch noch etwas mehr anfangen, als sich eine virtuelle Puppenstube einrichten und seinen Barbie und Ken Clon einkleiden. Es lässt sich vielleicht doch noch etwas daraus machen…

[SOT] World of Warcraft - Einblicke in die Welt des erfolgreichsten MMORPGs

Montag, den 18. Februar 2008

Das Chaosradio des CCC (Chaos Computer Club) hat sich am 03.02.2008 mit dem “Phänomen” World of Warcraft beschäftigt.
Der Mitschnitt der Sendung (Dauer: 02:15:58) als MP3 steht inzwischen zum Herunterladen bereit:
http://chaosradio.ccc.de/cre073.htmlAus der Beschreibung:
World of Warcraft ist ein Phänomen, mehr als 10 Millionen Spieler sollen weltweit in dem Multiuser-Online-Rollenspiel zugange sein. Der Außenstehende schüttelt oft nur mit dem Kopf und fragt sich, was die Süchtigen in den Bann schlägt und weiß wenig darüber, welche Dynamiken und Elemente das WoW-System tatsächlich ausmachen.

Denis hat weit über 100 Tage Nettospielzeit in World of Warcraft investiert und berichtet im Gespräch mit Tim Pritlove von den virtuellen Auen und Wiesen, Orks und Zwergen, Levels und Erfahrungspunkten, Gruppen und Gilden sowie der sozialen Dynamik und der vollvernetzen Kommunikation der Mitspieler.

Treffen im SL

Sonntag, den 10. Februar 2008

Heute habe ich ein wenig über Events in SL recherchiert, da ich eigentlich zum gemeinsamen Treffen bei einer Veranstaltung aufrufen wollte.

Leider habe ich da nicht wirklich viel gefunden. Allerdings bin ich auf einige interessante Seiten gestoßen:

Ein TV-Sender in und über SL:

http://www.lifeforyou.tv/

Eine SL-Botschaft:

http://www.secondlife-botschaft.de/

und (tata):

eine SL-Volkshochschule

http://www.vhs-secondlife.de/

Neben diesen Fundstücken habe ich auch für eine Tour recherchiert, die wir gemeinsam unternehmen könnten.

Hier der Notecard Text:

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Beginnen soll die Tour mit einem

//Flug in den Orbit (International Spaceflight Museum)

Lasst uns mit dem Befehl “+blastoff” abheben, an der Endeavour andocken, die Erde von oben betrachten und dann ohne Fallschirm in die Atmossphäre eintreten.

//Unbeschreibliche Installation erkunden (Zero Point, Kelham)

Eine definitiv sehenswerte Phantasie/Kunst/Gaga-Welt geschaffen von Sabine Stonebender aus Houston. Siehe auch: http://sabinestonebender.blogspot.com/.

//Naturkunde im Ökosystem von Svarga

Besuch einer biologischen Welt in der virtuellen Welt. Svarga ist ein geschlossenes Ökosystem, geschaffen von Laukosargas Svarog. Ein recht hoch frequentierter Ort. Ich bin gespannt, welche Kreaturen auf uns warten.

//Pause beim Kart fahren (GaxiS Vehicles)

Ist umsonst und verspricht angenehme Unterhaltung. Seit dem Besuch auf der Kartbahn, bin ich offizielles Mitglied der Gruppe “Kart Racer” :).

//Ernsthafte Recherche beim Arbeitsamt

Ein ebenfalls verhältnismäßig hoch frequentierter Ort. Anscheinend ein zentraler Punkt, denn Stellenangebote sind reichlich vorhanden. Recht interessant ist auch, welche Auswahl vorliegt, mitunter sogar RL-Angebote.

//Verlorengehen im Schloss Neuschwanstein (Kasteel Verloren)

Bevor wir dieses Schloß betreten, sollten wir uns voneinander verabschieden, denn es ist groß und unübersichtlich. Allerdings ist es mit seiner Umgebung wirklich sehenswert.

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Als Termin würde ich jetzt erstmal Mittwoch Abend vorschlagen,

damit ein Zeitpunkt existiert der angreifbar ist :).

PS: Wo ist das Huhn? Jetzt, wo wir obdachlos sind,

müsste es doch bei Sniggl sein? Soll dem Huhn die Tour

verabreicht werden?

ChatBotChicken mit Tourguide-Funktion

Samstag, den 2. Februar 2008

Auf unserem Land gibt es jetzt ein ChatBot-Huhn, mit dem man via Texteingabe über den SL-Chat sprechen kann. Technisch funktioniert das ganze in etwa so:

Über die Sl-eigene Scriptsprache LindenScriptingLanguage (LSL) wird eine Anfrage an einen Server gestellt auf dem ein Eliza ähnliches Chatbot-Programm läuft. In diesem Fall handelt es sich um den Dienst Pandorabots. Dieses ChatBot-Programm “kommuniziert” mit einem entsprechend aufbereiteten Second Life-Objekt, was einen LSL-Code beinhaltet.

Man kann den Bot sogar trainieren, d.h. hinter all dem steckt eine Datenbank mit Sätzen, Wörtern und Phrasen. Gibt man eine Zeichenkette ein, liefert das Chatbot-Programm eine passende Antwort. Zudem ist das Huhn noch mit einem Tour-Script versehen, so dass es in SL herumlaufen, oder gar Führungen machen kann. Dafür werden Koordinaten, die während einer Tour angesteuert werden sollen, aus einer Notecard gelesen. Hier eine Testkonversation mit dem Huhn.

[12:58] You: hallo
[12:58] Huhn: Hallo!
[12:58] You: was war zuerst da du oder das ei?
[12:58] Huhn: Ich weiss nicht genau.
[12:58] You: du bist ein kluges huhn
[12:58] Huhn: Das muss ich meinem Programmierer erzaehlen!
[12:59] You: wie heisst du?
[12:59] Huhn: Mein Name ist idiot.
[12:59] You: was machst du so?
[12:59] Huhn: Ich chatte den ganzen Tag.
[12:59] You: wie langweilig
[12:59] Huhn: Findest Du?
[12:59] You: ja
[12:59] Huhn: Aha.
[12:59] You: aha
[12:59] Huhn: Du klingst nicht gerade begeistert…
[12:59] You: nee
[12:59] Huhn: Was ist Dein Lieblingsfilm?
[12:59] You: sag ich nicht
[12:59] Huhn: Schaemst Du Dich etwa?
[12:59] You: haha
[12:59] Huhn: Erzaehl mir, was du magst und was nicht.
[12:59] You: ich muss weg
[13:00] Huhn: Warum musst Du weg?
[13:00] You: kein zeit
[13:00] Huhn: Es gibt nicht viele Leute, die sich auf diese Weise auszudruecken vermoegen.
[13:00] You: quatsch, was verstehst du schon von ausdruck?
[12:00] Huhn: Ich weiss nicht genau.

talk mit huhn

Endlich obdachlos!!

Samstag, den 2. Februar 2008

You: hi
Landlord: Hi. Would you to pay by credit card instead?
Landlord: I’m afraid I can’t split the land
You: no i only need a little bit land for two more weeks, maybe 400qm…
You: only for experimental purposes
Landlord: Well I really do need the rent paid, I’m afraid - I don’t mind one or two days over (as you’ll find out if you talk to anyone on this island) but I’m afraid I can’t provide charity to everyone - it’s just not possible. I have business partners to answer to, I’m afraid
Landlord: I really wish I could give away land free of charge, but I just can’t
Landlord: I’m sorry - but an island costs me 300 US$ per month
Landlord: Could you not just buy some more linden dollars?
You: no i dont need more land than 400qm and I dont want to buy more lindens
Landlord: ok - then I’m really sorry, but you’ll need to pack things up by the end of the weekend so I can rent this plot out again
You: hmh
You: ok
Landlord: Sorry, but I have to make the islands pay - and given that I allow anyone renting access to another entire island for teaching purposes, I think we offer a realyl good deal
You: i think we have to go to one of these sandboxes now
Landlord: Yes, I think you’re right
You: thats how hardcore-capitalism works
Landlord: Yep!
Landlord: Good luck with finding a sandbox
You: good luck, as well
Landlord: Thanks
You: sl is a strange place
Landlord: Yes, it certainly is
Landlord: Education costs money - in Sl or in RL
Landlord: That’s the way it is
Landlord: Anyway, I don’t think we can solve the problems of the world
You: thats not true
Landlord: Not true?
You: sorry - i dont have the time for such conversation right now
Landlord: Anyway
Landlord: Good luck with your project - and I’m sorry you couldn’t stay with us
Landlord: Don’t forget to pick everything up

Codes

Samstag, den 2. Februar 2008

Also wie ich den Sprachbots diese ELIZA- scripte einbaue, habe ich nicht kapiert, aber vielleicht hat Sniggl noch ne Idee. Im Übrigen habe ich aus unerfindlichen Gründen, Probleme Kommentare zu verfassen, sie verschwinden im Nirvana wenn ich sie geschrieben habe und posten will. daher jetzt im Blog. Sorry.

IrieM.Inshan

Medienressourcen und Lizenzfragen

Samstag, den 2. Februar 2008

Da es auch unter Creative Commens schwirig ist Sounds von virtuellen Welten sowie Videomaterial oder Bilder zu bekommen.

So Adriana und Anne im Zusammenhang mit ihren Konzepten.
Da das Thema schon mehrfach angesprochen wurde, versuche ich hier kurz einen Abriss der Frage der Lizenzierung von Materialien im Bezug zu ihrer Verwendbarkeit, sowie einige Verweise auf über das Netz nutzbare Ressourcen von unüberschaubarem Audio-, Video- und Bildmaterial.

Click to continue reading “Medienressourcen und Lizenzfragen”

back to basics

Donnerstag, den 31. Januar 2008

für alle, die sich noch nicht durch den ivory tower geschlagen haben, hier nochmal ein video tutorial zum bauen.dauert 4 minuten :) 

http://www.youtube.com/watch?v=mVSzh_QTE00

[SOT] Metaverse Deponation Island?

Donnerstag, den 31. Januar 2008

Mal ganz kurz ein wenig SOT (Semi Off-Topic).

Inzwischen finden sich hier einige Konzepte und interessanterweise der Großteil als eigene Datei, als Anlage zu einem Post.
Ich halte das für eher unnötig und hinderlich.

Die Datei muss erst einmal heruntergeladen und gespeichert und mit einem extra Programm geöffnet werden, bevor man überhaupt sagen kann, was sich darin verbirgt.
Und tatsächlich findet sich in diesen Dateien nichts anderes als… Text. Wieso aber dann abgetrennt vom Blog, wo man denselben auch direkt eintragen könnte?

Wozu soll eine extra Datei überhaupt gut sein? Mittels PDF lassen sich sehr gut druckfertige Vorlagen v. a. für umfangreichere Dokumente, erstellen, da sie das angefertigte Layout beibehalten. Geht es hier aber wirklich um Layout oder nicht doch um den Inhalt? (Ich erwähne jetzt mal nicht, daß gerade Dateien von [zudem auch noch proprietärer] Textverarbeitungssoftware erst recht sinnlos sind, da ich eigentlich den Text nicht redigieren oder setzen, sondern nur lesen möchte.)

Die “externe” Datei bedeutet größere Datenmengen als ein einfacher Eintrag in die Datenbank und Auslieferung als HTML-Seite und v. a. einen “Medienbruch” vom Browser zum z. B. PDF-Dokumentenbetrachter und erschwert so eine direkte Reaktion wie etwa auch das Zitieren.
Man kann sich auch nicht schnell einen Überblick z. B. über diverse Konzepte verschaffen, indem man die Blog-Postings liest, sondern muss erst verschiedene Dateien sammeln.

Alles in allem, halte ich es für absolut unnötig und kontraproduktiv, wenn wir aus der Plattform ein “Metaverse Deponation Island” machen, wo jeder seine Gedanken in Form irgendwelcher Dateien ablegt, und plädiere für den wohlüberlegten Einsatz bestimmter Formate.
Grundsätzlich dürfte ein stinknormales Posting absolut ausreichend und am sinnvollsten sein. Zur Illustration eignet sich eine Grafik. Für ein druckfertig gesetztes Dokument sehe ich eigentlich erst dann Notwendigkeit, wenn selbiges wirklich aufgelegt werden soll.

Interview mit SL-Gründer Philip Rosedale

Mittwoch, den 30. Januar 2008

Spiegel Online hat ein Interview mit Second Life-Gründer Philip Rosedale geführt und ihn zu diversen Aspekten befragt, u. a. ein Rückblick auf ein Jahr “Hype” und wie er die Zukunft von SL sieht.

Besonders interessant ist m. E. welchen Schwerpunkt Rosedale dabei auf den Aspekt der Möglichkeit der Kollaboration in SL legt und rein auf Marketing oder Wirtschaftlichkeit fixierten Vorstellungen eine Absage erteilt:

[…] die wirklichen Business-Anwendungen in SL haben mit Kollaboration zu tun, und die wachsen schnell. Mehr als 400 Universitäten sind in SL vertreten, unsere Mailingliste zum Thema Bildung hat 4000 Mitglieder. […] das Kernwachstum von Nutzungsmöglichkeiten und Anwendungen ist immer noch sehr stark. Die Medien haben sich sehr auf Marketing konzentriert …

Auch den Unterschied zwischen SL und (vermeintlichen) Alternativen wie z. B. World of Warcraft hebt er deutlich hervor:

Unsere Strategie ist, andere Menschen so etwas bei uns aufbauen zu lassen - und das geschieht auch. Wir müssen nur sicherstellen, dass die Plattform die richtigen Werkzeuge dafür zur Verfügung stellt. […] wir selbst werden SL nicht in ein Spiel verwandeln, um die Leute bei der Stange zu halten.

Zu diesem Aspekt, also dem, was SL IMO grundsätzlich ausmacht, nämlich die Tatsache, daß es gerade die Nutzer sind, die die eigentlich leere Welt als Plattform nutzen und mit Inhalten, respektive “Leben”, füllen, werde ich ohnehin noch etwas schreiben.
Es scheint mir nämlich, daß viele fehlinterpretieren oder zumindest unterschätzen, wie entscheidend die aktive Beteiligung der Nutzer ist, um überhaupt ein “Erlebnis” in SL haben zu können.

Das komplette Interview findet sich hier:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,531773,00.html


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